Die Geschichte der Innviertler Künstlergilde

IKG – die Gründung und die ersten Jahrzehnte
Auszug aus der Festschrift von Dr. Josef Mader

Wann immer von den Anfängen der Innviertler Künstlergilde die Rede ist, fehlt der Hinweis auf die Münchner Kunstszene nicht. Ihr Einfluss im 19. Jh. griff weit über Bayern hinaus und hat vor allem auch ins lnnviertel hereingewirkt, das geographisch und geschichtlich so viel Altbayerisches an sich hat. Außerdem haben mehrere der ersten großen Gildenmeister (Wach, Kubin, Schmoll von Eisenwerth, Lutz, Hirschenauer u. a.) die Münchner Kunstakademie besucht. – Darüber hinaus führt ein direkter Weg nach Braunau durch Hugo von Preen. Dieser studierte ebenfalls in München und nahm in den Semesterferien gerne Malerkollegen mit auf sein Gut in Osternberg, das ihm seine Großmutter vererbt hatte. Aus diesem Kreis junger Künstler entstand die sogenannte „Osternberger Künstlerkolonie“.

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Die Innviertler Künstlergilde auf dem Weg ins dritte Jahrtausend.
Aus der Festschrift von Frau Sieglinde Frohmann

Dass die Innviertler Künstlergilde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder erstanden ist, verdanken wir – wie so vieles – dem Engagement Max Bauböcks. Per Satzungsänderung wurde der Sitz der Gilde nach Ried verlegt und eine stärkere Beschränkung auf das Innviertel angestrebt.

Als neue Mitglieder konnten die bildenden Künstler Karl Burian, Alois Dorn, Konrad Dorn, Josef Furthner, Walther Gabler, Max Schlager, Wilhelm Traeger, Emmy Woitsch d. Ä. u. d. J. sowie Margret Bilger, Ernst Degn, P. Friedrich Eisenbarth, Herbert Fladerer, Lisl Fourné-Schachinger, Hans Schachinger, Johanna Fladerer, Wilhelm Schnabl und Hans Weibold sowie die Schriftsteller Hans Schatzdorfer und Franz Tumler gewonnen werden. Mit der Ausstellung zum 25-jährigen Jubiläum, die von 17. Oktober bis 3. November 1948 in der Rieder Jahnturnhalle stattfand und 214 Werke aller lebenden Gildenmeister zeigte, hatte sich die IKG wieder als regionale Kunstvereinigung etabliert.
 

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Kultur nicht am Sonntag als Hemd zum Kirchgang überstreifen, sondern Kultur leben!
Auszug aus der Festschrift von Dr. Walter Holzinger

In dem historischen Teil von Herrn Dr. Josef Mader, von 1923 bis 1948, und von Frau Dr. Sieglinde Frohmann, von 1948 bis 2000, ist die Historie der Gilde aus kunsthistorischer und zeitgeschichtlicher Sicht sehr professionell und gewissenhaft aufgearbeitet worden. Dafür ein herzliches Vergelts Gott! Ein richtungsweisender und vorausblickender Ansatz von Gerhard Bauböck in den Siebzigerjahren war wohl, eine „Garde“ sehr junger Künstler(innen) in die Gilde zu holen. Die Auswirkungen dieser weisen Entscheidung schwingen bis heute nach. Anführen möchte ich auch die sogenannten „Stillen“ der Gilde, die sich seit jeher für die Gemeinschaft einbringen und wenn, dann nur selten im Vordergrund stehen. U. a. gehören in den letzten Jahrzehnten DI Jörg Bauböck und Kurt Raminger zu denen, die wesentliche Dienste an der Idee leisten.

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