Alexander Brandmeyer

Kettlerstraße 19, 84503 Altötting
Email: alexander.brandmeyer@gmx.de
Telefon:
Web: www.innviertler-kuenstlergilde.at

VITA


1966 geboren in Bremen
Ausbildung zum Krankenpfleger und längere Tätigkeit in der
stationären Krankenpflege
1999 bis 2005 Studium sowohl der Freien Bildenden Kunst als
auch der Kunsttherapie an der Kunststudienstätte in Ottersberg, beide Studien mit staatlich anerkanntem Diplom (FH) abgeschlossen.
2001 – 2008 Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung Düsseldorf.
Seit 2008 als Kunst- und Beschäftigungstherapeut im Caritas
Seniorenheim Burgkirchen, sowie als Dozent an der Schule für Altenpflege in Arnstorf tätig.
Seit 2008 Mitglied im Kunstverein Altötting, seit 2010 dessen
Präsident, bzw. Vorsitzender.
Seit 2016 Gildenmeister der Innviertler Künstlergilde.

 
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in Bremen,
Delmenhorst, Flensburg, Altötting, Trostberg, Neuötting, Simbach am Inn, Pfarrkirchen, Burgkirchen, Braunau am Inn (Österreich), Ispra (Italien), Tolmezzo (Italien), Loreto (Italien), Murmansk (Russland)



„Wieder hat der Regen mein Tun unterbrochen. Ich war am anderem Ufer der Meerenge,
von wo aus man einen beeindruckend schönen Blick auf Murmansk hat. Den habe ich
versucht zu malen. Mein Plätzchen an einem Fliegerdenkmal aus Sowjetzeiten war nicht
schlecht, nur der Wind wehte da heftig und ungehindert. Notdürftig befestigte ich
mein Papier mit Wäscheklammern an die Unterlage aus Pappe und legte dann los. Ein
schwieriges Motiv: die vielen Häuser aus sämtlichen Epochen der Sowjetunion, der Hafen
und die Meerenge davor, und anfangs dachte ich wie schon so oft: Warum tue ich mir
das an? Da sitze ich vor dem leeren weißen Blatt Papier, der Wind weht es mir fast fort,
und ich beginne es jetzt mit Farbe zu füllen, versuche die Balance zu halten zwischen
realitätsgetreuer Wiedergabe und angemessener Stilisierung, mehr als 1000 Mal bewege
ich den Kopf , immer den Blick zwischen Motiv und Papier, und es dauert eine ganze
Weile, bis ich malerisch in Fluss komme – ein heftiger Regenschauer unterbricht mein Tun,
hektisch bringe ich die begonnene Arbeit in Sicherheit vor dem Regen –, und später
erst fühle ich, dass es mir gelingt, die Arbeit auf einen guten Weg zu bringen, entdecke
ganz gute Passagen. Dann regnet es erneut, ich kämpfe mit dem Papier, dem Wind,
dem Fixativ und den Wäscheklammern, versuche zu verhindern, dass das Blatt all zu nass
wird. Viele Male war es schon so oder ähnlich. Viele Male dachte ich anfangs: lass ich
es lieber sein? Aber manchmal kommt der Augenblick des Glücks, indem ein Gefühl
der Freude, der Größe aufkommt, während ich das Blatt mit Farbe ausfülle.
Anschließend kann ich dann zufrieden mit dem neu Gemalten unter dem Arm irgendwo
hingehen, um Kaffee oder Bier zu trinken und das Gefühl der Genugtuung, der
Befriedigung genießen, ehe ich dann wieder ein Neues beginne und die Strapaze
wieder von vorne losgeht.“

Murmansk, Juni 2004

 

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